Der Winter naht...



Ich liebe die kalte Jahreszeit. 💖 
Sich einkuscheln auf der Couch, gemütliche Abende mit Kerzenschein, kalte Nasen und anhängliche Katzen. 😍 
Was ich nicht so sehr liebe, sind trockene Hände, auf die ich berufsbedingt den ganzen Tag schaue und die im Winter manchmal aussehen, als ob ich spontan um 30 Jahre gealtert wäre. 😒
Nachdem der Sommer sich in unseren Breitengraden ja recht schnell verabschiedet hat, bin ich spontan in den Winter-Modus verfallen (nur Lebkuchen gab´s noch keine 😂) und habe mir eine passende Kuschelseife überlegt. 
Hier kam einiges zusammen. Mild sollte sie sein, ordentlich überfettet und Stutenmilch wollte ich schon lange mal wieder verseifen.
Außerdem bin ich wieder mal Opfer einer Anfixerei durch Claudia von verseift.at geworden, die vor ein paar Tagen im Seifentreff Kichererbsenwasser als Laugenflüssigkeit vorgestellt hat. 
Der Anblick ihrer megahammermäßig schäumenden Kichererbsen-Seifen hat mich in den Supermarkt und direkt am nächsten Tag an die Töpfe getrieben. 😊 


Verseift habe ich Mandelöl, Macadamianussöl, Kokosöl nativ, Sheabutter, Lanolin (Wollwachs, anhydrit) und Mafura-Butter.
ÜF: 15%
Flüssigkeitsmenge (Kichererbsenwasser): 29% bezogen auf die GFM
 Zusätze auf 1000g GFM: 30g Stutenmilchpulver, 2TL Kichererbsenmehl
Duft: "Mayan Gold" von Behawe
Herstellungsart: HTCP


Das Kichererbsenmehl kam (in etwas Öl angerührt) in den SL und sollte der Schaumentwicklung der Seife eigentlich noch einen obendrauf setzen, allerdings bin ich mir im Nachhinein nicht ganz sicher, ob es eine gute Idee war, da es der Seife doch eine etwas grobe und leicht schrubbelige Textur verleiht. Das zarte Prinzesschen in mir wollte doch lieber eine glatte Seife. Aber irgendwas ist ja immer. 😜

Wie Claudia es in ihrem Blog beschrieben hat, wurde die Lauge beim Anrühren mit dem abgesiebten Wasser aus dem Kichererbsen-Glas rot und auch der Geruch war, wie so oft bei Laugenwasser-Alternativen, gewöhnungsbedürftig. 
Die Kichererbsen gab´s dann später zum Abendessen. Muss ich öfter machen. 😊
Demnächst will ich mal versuchen, den Kichererbsen-Sud mit destilliertem Wasser selber herzustellen, aber dafür war bei dieser Seife die Zeit zu knapp und die Ungeduld zu groß. 😎


Mafura-Butter ist stark feuchtigkeitsbindend, macht trockene Haut weich und geschmeidig und fördert die Zellregeneration. Ihre Verseifungszahl ist 0,141. 
Stutenmilch wird ja als wahres Wundermittel in der Hautpflege gehandelt, ich persönlich bin mir aber nicht sicher, ob sie sich in der Seife wirklich großartig von anderen Milchsorten unterscheidet (außer im Preis! 😈). Das Milchpulver habe ich in etwas Wasser, das ich vor dem Anrühren der Lauge vom Kichererbsenwasser abgenommen hatte, angerührt und später zum SL gegeben (mehr zum Thema Milchseifen).
Viele Seifensieder sind der Meinung, dass hohe Mengen Mandelöl die Seife schneller ranzig werden lassen, das kann ich allerdings nach meinen eigenen Erfahrungen nicht bestätigen. Ich habe Mandelöl bereits in rauen Mengen verseift und mir ist noch nie eine Seife ranzig geworden. 😉

 

Die Farbentscheidung habe ich komplett der Seife überlassen. Ob sie nun durch das Kichererbsenmehl, die Stutenmilch, das PÖ oder einer Mischung aus allem entstanden ist, weiß ich nicht, aber passt schon. 😊

Ganz so schlicht und rustikal konnte ich das Ganze allerdings nicht stehen lassen und habe nach langer Zeit mal wieder die Clear Stamps ausgepackt. 
Das sind weiche Silikonplättchen, die auf einen Acrylblock "gepatscht" werden und mit denen sich wunderbar filigrane Motive stempeln lassen. Einziger Nachteil: die Stempelabdrücke sind eher oberflächlich und waschen sich leider dementsprechend schnell von der Seife herunter. 
Dafür ist das Stempeln mit Clear Stamps allerdings kinderleicht und absolut gelingsicher. 😎







Kommentare

Beliebte Posts